Zusammen mit den im Haus gezeigten Kunstwerken erwartet den Besucher ein barockes Gesamtkunstwerk, das auch den Wünschen und Vorstellungen der Gegenwart gerecht werden kann. Die Gesamtinvestitionen zur Adaptierung des Gartenpalais und zur Revitalisierung des historischen Gartens betragen rund 20 Millionen Euro und werden zur Gänze von Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein getragen. Das neue Liechtenstein Museum verfügt über 2300 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf zwei Geschossen. Es ist ein Ort der Sinne und der Lebensfreude, in dem alle Kunstgattungen vereint ihre Wirkung als historisches Ensemble entfalten. Malerei, Skulptur, Kunstkammerobjekte, Tapisserien und Möbel lassen im glanzvollen Ambiente des Gartenpalais Liechtenstein die verloren geglaubte Pracht der Fürstlichen Sammlungen wieder aufleben. Erstmals werden dem Besucher auch Räume zugänglich gemacht, die bisher der Öffentlichkeit verschlossen blieben: die prachtvolle Bibliothek im ehemaligen Herrenappartement und die in Zukunft für Wechselausstellungen genutzten Räume des Damenappartements mit den farbenfrohen Fresken von Johann Michael Rottmayr. In der weitläufigen Sala Terrena zieht die Besucher die schönste noch erhaltene französische Prunkkutsche, der Goldene Wagen von Fürst Joseph Wenzel von Liechtenstein, kaiserlicher Botschafter in Paris, in ihren Bann. In diesem prachtvollen Gefährt feierte einst auch die Braut Kaiser Josephs II., Isabella von Parma, ihren triumphalen Einzug in Wien. |
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In der Beletage führt der Rundgang die Besucher durch die wichtigsten Epochen der europäischen Kunstgeschichte. Im Mittelpunkt der ab 28. März 2004 präsentierten Meisterwerke aus vier Jahrhunderten – von der Frührenaissance bis zur österreichischen Romantik – stehen herausragende Arbeiten von Raffael, Guido Reni, Peter Paul Rubens, Pieter Breughel dem Jüngeren und Jan Breughel dem Älteren, Anthonis van Dyck, Frans Hals, Rembrandt, Rudolf von Alt, Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich von Amerling und Francesco Hayez. Skulpturen von Antico, Andrea Mantegna, Giambologna, Adrian de Fries bis Antonio Canova ergänzen den Bestand der Gemälde. DIE FÜRSTLICHEN SAMMLUNGEN Vor dem zweiten Weltkrieg fehlten die Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein in keinem Wiener Kunstführer. Sie waren eine der Hauptattraktionen in der auch durch ihre bedeutenden Privatsammlungen reichen Kunstmetropole. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg wurden die wichtigsten |
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previously been closed to the public are being opened to visitors again: the grandiose library in the former master apartment and the rooms in the ladies' suites with colourful frescos by Johann Michael Rottmayr which in future will be used for temporary exhibitions. In the spacious sala terrena the most beautiful French state carriage extant, the golden coach of Prince Joseph Wenzel von Liechtenstein, Imperial Ambassador in Paris, casts its spell on the visitor. It was in this majestic conveyance that Isabella of Parma, the bride of Emperor Joseph II, once celebrated her triumphal entry into Vienna. THE PRINCELY COLLECTIONS Before the Second World War there was no guide to Vienna that failed to mention the Liechtenstein collections. They were one of the main attractions in this artistic metropolis rich in significant private collections. Because of the War the most important elements in the Liechtenstein collections were brought together from their various locations in Vienna and transported to Vaduz in the last days of the War. Their return to the Gartenpalais, now so splendidly restored, is a historical event and a great enrichment for Vienna. |